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Triumph Thunderbird 6T, 1955leerleerTriumph Daytona Caferacerleerleer

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Wie alles begann oder Der Virus Motorrad

Schon seit meiner Kindheit haben mich Motorräder und Autos fasziniert. Sehr früh lernte ich Fahrradfahren und eins fehlte mir schon da - Motorgeräusche. Mein Vater hatte zum Glück ein Herz für kleine Krachteufel und irgendwann stand mein Fahrrad mit einem Motor da. Ich drehte am Schalter und es gab einen geilen Sound. Nur wo war der Gashahn? Bis ich dann zu meiner Enttäuschung feststellen musste, Sound ja, Antrieb weiter mit den Beinchen. Na ja, der Schmerz war schnell verflogen und irgendwie wollte ich auch gar nicht mehr runter, denn der Sound trieb mich zu Höchstleistungen.

10 Jahre später und viele Wadenkrämpfe weiter: Na endlich war ich 15, ein Mofa. Was wir nicht alles damit gemacht haben - tunen bis der Arzt kommt. Jetzt hatte es mich richtig gepackt und meinen Vater auch. Dass das nichts mehr mit der Stvo zu tun hatte, was ich da fuhr, und mal zum finalen Abschuss der Grünen führen würde, wurde meinem Vater irgendwie klar. Mir noch nicht! Somit kam meinem Vater als letzter Lösungsschluss: „Wegnehmen dem Jungen, neeeh. Ab in einen Moto-Crossclub - da kann er sich austoben.“ Irgendwie ging seine Taktik auch auf, ich blieb mit meinem Mofa, und dann mit dem Kleinkraftrad, straßenkonformer.

Nur ein kleines Geheimnis: „Was man nicht hört und sieht, fällt nicht auf“.

Mit 18 dann Volldampf - erst Bike, dann Auto. Eine andere Reihenfolge kam einem gar nicht in den Sinn. Sogar Regen, Eis und Schnee hat man getrotzt, Touren über Touren gemacht - und das bei den Bekleidungsmöglichkeiten von 1980. Na zum Glück hat sich da bis heute einiges getan: Nützliches und Sicherheit. Aber Lenkerheizung oder ähnliches sind nie meine Philosophie geworden. Wie gesagt, damals war das Motorrad für uns das Tagesfortbewegungsmittel und jeder wollte ein kleiner MAD MAX sein.

Nur irgendwie wurde es mit den Jahren durch diverse Umstände (Job, Zeit, Bequemlichkeit, etc.) zum Hobby. Mal hatte man eins, dann wieder keins. Doch der Virus, der Virus lässt ein echtes Bikerherz nie los!

Das richtige Bike:
2004/05 wollte ich mir wieder ein Motorrad kaufen. Vier Jahre kein Bike, keine Zeit dafür, das musste ein Ende haben. Nur nicht irgendeins. Eines war mir klar - ein bisschen Retro sollte es schon sein, mit neuer Technik, aber keinen Cruiser. Das hatten wir schon. Bis ich ein kleines Bildchen in einer Motorradzeitung erspähte. Ich dachte aber: „Na, da hat sich einer mit einem schönen Umbau versucht.“ Wochen später dann in einem Triumphladen. Da stand Sie, eine Thruxton 900 und ich sagte zu  mir: „Geil, die oder keine.“

Gesagt getan. Stopp, Stopp - jetzt wird’s erstmal spannend.

Jetzt kommen der Individualist und die Ernüchterung vom Händler!

„Was gibt’s denn so zum Tunen von Optik bis Motor?“, fragte ich voller Tatendrang. „Eigentlich so gut wie nichts, wenn man nicht die Betriebserlaubnis verlieren will!“, so der Händler mit einem Grinsen im Gesicht, und schaute mich an wie ein Marsmännchen. Als ob er sagen wolle: „Wieso interessiert der sich auch für so ein Bike?“ Dolle Sache. Eines muss man wissen: das Modell Thruxton gibt’s erst seit 2004 und vom Hersteller damals nur gab es nur gähnende Leere.

Doch Ehrgeiz und Internet haben mich nach vielen Tagen und Nächten dem Ziel ein bisschen näher gebracht. Ein kleines schnuckeliges Forum - damals ca. 70 Enthusiasten, Deutsche, Schweizer und Österreicher, mit mir dann einer mehr - gab endlich Licht ins Dunkle. Aber man suchte und buddelte auch da zwischen Entdeckungen bis zu Fehlkäufen. Zum Glück hatte man den täglichen Erfahrungsaustausch.

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