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Touren: Map & Guide
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SCHOTTLAND: Bonnie Old Scotland Roundabout
Sulzbach - Belgien - Schottland - Sulzbach, 13 Tage



Tag 1: Sulzbach (LK Mosbach) - Inden (D)

Nachdem wir unsere Bonneville aus dem Winterschlaf geholt und nach unseren W?nschen umgebaut haben, ging es direkt los. Keine Probefahrt, weil keine Zeit. Uns war deswegen und auch mit Blick auf die nicht mehr allzu neuen Reifen ein bisschen mulmig, als wir am 23. 5. bei Traumwetter aufgebrochen sind. Bis zu unserer F?hre sind es gut 600 km und da wir nicht wussten wie sich die neue Sitzbank auf unsere Allerwertesten auswirkt, sind wir auf Nummer sicher gegangen und haben zwischen Heimat und Zeebrugge einen Zwischenstopp in Inden eingelegt. Die 350 km Dosenbahn (das 18 Ritzel macht sich wirklich sehr gut) hat unsere Bonneville sauber zur?ckgelegt. Scheinbar doch alles richtig geschraubt!
Unser extra angeschraubtes Navigationsger?t (voller Stilbruch, aber n?tzlich) hat uns kurz vor dem Ziel noch einen kleinen Schrecken eingejagt: F?hrt es uns doch direkt an den Rand eines Kohlereviers. Mag sein das da mal eine Strasse war, nun war es nur noch ein gesperrter Feldweg unterster Kategorie. Wir sind nat?rlich trotzdem durch. 1 km vorm angepeilten Hotel. Was muss, das muss! Gut zu Nacht gegessen.

Tag 2: Inden (D) - Zeebrugge (B)

Nach einem wirklich guten Fr?hst?ck ging`s wieder auf die Dosenbahn. Via Aachen und Antwerpen nach Zeebrugge. Wie gehabt. Bonneville Top. St?rend einzig und allein die vielen LKW?s. Aber bei dem Superwetter, welches auch an dem Tag geherrscht hat, wirklich zu vernachl?ssigen. Unsere F?hre h?rt auf den Namen SUPERFAST X und ist recht flott und nat?rlich leider mit EUR 570.00 (Hin- + R?ckfahrt in einer Innenkabine) nicht billig. Wir waren nicht die einzigen Motorradfahrer auf der F?hre. Einige Schotten kamen gerade vom 24h Rennen in Le Mans. Scheinbar ist die 916er Ducati doch ein ganz akzeptables Reisemotorrad! Nach dem die Bikes auf der F?hre fest gemacht wurden (nat?rlich unter unserer Aufsicht) schnell in die Kabine, anschliessend an die Bar und ab zum Nachtessen und wieder in die Kabine.

Tag 3 & 4 Rosyth - Edinburgh

11.00 Uhr: Schottland! Und schon wieder ein Traumtag. Mit dem Linksverkehr hatten wir vor 3 Jahren schon Erfahrungen gesammelt, daher fiel die Umstellung relativ leicht. Gut kommt es, wenn, wie in unserem Fall, der Sozius auch ein Auge f?r die richtige Fahrbahnseite hat und den Fahrer mit Schl?gen auf dem Helm wieder auf die richtige Fahrbahnseite bugsiert, sollte der es doch mal vergessen.
Am eigentlichen Tag 1 unserer Ferien standen magere 20km bis Edinburgh auf dem Programm. Sightseeing war angesagt. 2 Tage diese wunderbare Stadt geniessen. Waren noch nie dort. Nat?rlich schlug jetzt die grosse Stunde des Garmin. Das Navi hat uns via Firth of Forth Bridge sicher zu dem von uns vorher gebuchten Guesthouse mitten in die City gef?hrt.
Unsere Bonneville hat jetzt zwei Tage Auszeit. Kette ran und fertig. Edinburgh, Fish & Chips waren angesagt, und was das wichtigste ist, auf den Spuren von John Rebus (ja, wir haben jedes Buch) wandeln. Wenn man die Krimis von Ian Rankin liest k?nnte man wirklich meinen Edinburgh ist der Nabel der Unterwelt. Aber das nur nebenbei. Die Altstadt mit Castle, Arthurs Seat (Berg in Edinburgh mit bestem Blick ?ber die Stadt und das Firth) und die Neustadt muss man gesehen haben. Nat?rlich auch die Oxford Bar, Rebus Stammkneipe. Auch der 2. Tag in Schottlands Hauptstadt war sonnig und mild. So langsam wird?s unheimlich. Und schon 2 Schafe sind ab jetzt mit von der Partie. Ja, es gibt genug Giftshops.

Tag 5 Edinburgh - Oban

Sch?n wieder Sonne. Geil. Als auf nach Westen, sprich Highlands. Stirling, Callander, Crianlarich sind die wichtigsten Wegpunkte auf dem Weg nach Oban. Es geht entlang des Trossachs-Loch Lommond Nationalparks. Es gibt tolle Streckenabschnitte zum Kurvenwedeln! Aber es war auch ziemlich k?hl. Obwohl unser Navi knapp 300m ?. M. anzeigte, kam es uns doch eher wie auf 2500m H?he in den Alpen vor. Inklusive weissen Bergspitzen. Nat?rlich hat das unsere Bonneville nicht gekratzt. Ja wirklich gut geschraubt! Oban selbst ist ein touristisch voll erschlossener Ort, welcher vor allem durch die sehr guten F?hrverbindungen zu den ?usseren Hebriden (Lewis & Harris) wichtig ist. Wir wollten uns eigentlich 2 Tage in Oban einquartieren. Das Highland Musikfestival machte den Plan zu zunichte. Aber immerhin ein Tag. Nachdem wir ein tolles Guesthouse (wenn auch nur f?r einen Tag) gefunden hatten gab es am Nachmittag wieder Sightseeing und DAS. Der Hammer. Haben den Pancake trotzdem geschafft. War ausgezeichnet.

Tag 6 & 7 Oban - Fort William (Kinlochleven, Ardnamurchan)

Sonnig, was sonst. So langsam ging uns auf, dass wir wettertechnisch das grosse Los gezogen haben. Die Strecke nach Fort William erwies sich als sehr sch?n. An Lochs entlang wedeln, herrlich. Die Suche mach einem B &B erwies sich auch hier als schwierig. Wochenende, sch?nes Wetter und somit ganz Schottland auf den Beinen. Abhilfe schaffte die Touristeninformation in Fort William, welche uns etwas ausserhalb ein tolles kleines B & B vermittelte. Bei der Gelegenheit erfuhren wir auch, dass die Scottish Six Days Pre 65 in Kinlochleven stattfanden. Nichts wie hin. Zu sehen bekamen wir einige tolle, liebevoll restaurierte Triumphs, BSA und so weiter, welche in den Wettbewerben noch voll gefordert werden. Die Briten haben ein echtes Fabel f?r Oldtimer aller Art. Auch sind wir w?hrend unserer Reise durch unsere Bonneville mit vielen netten Leuten ins Gespr?ch gekommen. Was doch eine Bonneville ausmacht. Schon deshalb hat es sich gelohnt mit unserer Bonnie auf Reisen zu gehen, statt mit unserer Honda VFR. Die Runde um das Loch Leven war dann auch noch mal ein Hammer. Traumstrasse. Absolute Empfehlung. Super Tag.
Unser 2. Tag am gleichen Ort stand ganz im Zeichen der Abgeschiedenheit. Zumindest hatten wir das gedacht. Weiterhin sonnig nat?rlich. Ardnamurchan. Eine Halbinsel westlich von Fort William. Gem?ss Reisef?hrer das am d?nnsten besiedelte Gebiet Schottlands. Zuerst ging es Richtung Malaig (F?hrhafen nach Skye), am Glenfinnan Monument vorbei bis wir schliesslich Richtung Halbinsel abgebogen sind. Alles dabei Lochs, gute Strassen, Singletrack ways in einem nicht so tollen Zustand und nat?rlich jede Menge Schafe. Schottland wie man es sich vorstellt. Und am westlichsten Punkt des britischen Festlandes ein schottisches MZ Club Treffen. Ca. 30 MZ (Zweitakter, Viertakter, auch eine neue 1000S mit dabei). Machen Sie jedes Jahr. Hut ab. Tolle Sache.

Tag 8 & 9 Fort William - Tain

Weiter Richtung Norden. Wetter immer noch Top. Das Ziel ist Tain n?rdlich von Inverness. Das St?dtchen befindet sich an der Nordsee. Da der direkte Weg am Loch Ness entlang gef?hrt h?tte, und das jede Menge Verkehr bedeutet h?tte, entschlossen wir uns lieber noch etwas nach Westen zu fahren ehe wir dann Richtung Tain steuern. Wiederum tolle Strassen. Und unsere Bonneville gut drauf. Ein Traum. Am Abend Strandspaziergang, Fisch & Chips, Ausflug f?r den n?chsten Tag geplant und ab in die Falle.
Das Wetter wird jetzt doch noch wechselhaft, von Regen bleiben wir jedoch noch verschont. Aber windig ist es schon mal. Da wir wiederum 2 Tage im gleichen Guesthouse bleiben, geht es heute durch die n?rdlichen Highlands. Wieder ca. 300 km abgespult und unsere Bonneville ist in Hochform. Zum Abschluss haben wir der Glenmoroangie Brennerei in Tain einen Besuch abgestattet. Und die Bonneville? Den Reifen geht langsam das Profil aus, aber sonst Note sehr gut.

Tag 10 & 11 Tain - Pitlochry

Wir verabschieden uns Richtung S?den. So langsam mussten wir wieder Richtung F?hre. Wir hatten uns vorgenommen in Pitlochry die letzten zwei Tage in Schottland zu verbringen, da von dort einige sch?ne Ausfl?ge m?glich sind und es auch einige Whisky Brennereien zu besichtigen gibt. Das Wetter: Der Tag war richtig ?bel: Jede Menge Gegenwind, kalt und es regnet, kurz vorm Schneefall. R?ckblickend betrachtet h?tten wir das Wetter umgehen k?nnen, indem wir nicht die A9 durch die Highlands nach S?den genommen h?tten. Aber egal. Unsere Bonnie hat das leicht ?berstanden, ausser das der extreme Gegenwind den Verbrauch um ca. 0,5 ansteigen liess und wir ziemlich durchgefroren in Perthshire ankamen. Richtig tolles Wetter gab es auch die restliche Zeit nicht, daf?r ohne Regen. Also Runde f?r morgen geplant und ab ins Bett. Der n?chste Tag f?hrte und zuerst um das Loch Tay, weiter nach Crieff, wo wir die Famouse Grouse Brennerei besuchten. Dann orientierten wir uns Richtung Osten, ?ber kleine Strassen am Rande der Highlands entlang wieder nach Pitlochry. Wie auch unsere anderen Ausfl?ge war auch dieser ca. 200 km lang. Zum Abschluss des Tages gab es einen weiteren Brennereibesuch. Die kleinste Brennerei stand auf dem Programm. Edradour. Sehr sch?n und informativ.

Tag 12 Pitlochry - Rosyth (Perthshire - Fife)

Von Pitlochry fuhren wir nach Dundee und weiter ?ber die Tay Bridge (normalerweise mautpflichtig, aber der Kassierer war so begeistert von unserer Bonnie, dass er uns nichts abgenommen hat) nach Fife. Grosse Runde auf der Halbinsel. St. Andrews, Crail, Anstruther. Was in Erinnerung bleibt: mehr Golfpl?tze als Schafe. Wieder ca. 200 km abgespult bevor wir die F?hre enterten, die uns wieder Richtung Zeebrugge gebracht hat. Wieder einige Schotten auf zwei R?dern getroffen, die zur Superbike-WM nach Monza unterwegs waren. Was uns gefreut hat: der Sound unserer Bonneville brachte uns tats?chlich Applaus vom Zoll und den Bikern ein.

Tag 13 Zeebrugge - Sulzbach

Nach der doch relativ st?rmischen ?berfahrt empfing uns Belgien mit viel Sonne und warmen Temperaturen. Diesmal hiess es die 600 km am St?ck hinter uns zu bringen. Hat gut geklappt. Wetter blieb super, kaum Wind und der Verkehr hat sich auch in Grenzen gehalten. Nach ca. 8 Stunden waren wir aber doch froh, absteigen zu k?nnen.

Und die Bonneville? Note eins. Besser geht?s fast nicht. Beide Reifen runter, eine Blinkerlampe defekt (lag wahrscheinlich an einer von uns nicht optimal gemachten Verbindung der Kabel mit dem Bordnetz)aber sonst Top. Das hervorragende Ansprechverhalten des Motors, die entspannte Sitzposition und unsere neue Gelsitzbank waren genau richtig f?r die schottischen Strassen. Absolut geeignet f?r 2 Personen. Es m?ssen also nicht ?ber 100 PS sein um einen sch?nen Urlaub mit dem Motorrad zu haben. Unsere gefahrene Strecke belief sich auf ca. 3200km ab und bis Deutschland. F?r die Gep?ckunterbringung waren unsere alten wasserfeste Ortliebseitentaschen (Federn mit Tape abgeklebt, um ein durchscheuern der Farbe zu verhindern), eine kleine Louis Rolle auf einer Renntec Gep?ckbr?cke und ein alter Magnetrucksack (mit Filzlappen als Unterlage) mit von der Partie. Das war sicher nicht unsere letzte grosse Reise mit der Bonneville. Hat uns richtig Spass gemacht. Und Schottland haben wir sicher auch nicht zum letzten Mal gesehen.

Member: J?rg und Simone
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